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Gründungsberatung: Wo und bei wem ist man am besten aufgehoben? Teil 2


Während es im ersten Teil darum ging, den Sinn und Zweck einer Gründungsberatung herauszustellen, werden im zweiten Teil unterschiedliche Anlaufstellen und Berufsgruppen präsentiert, die diese Leistungen anbieten.

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Warum ein Gründungsberater Vorteile bringt | Foto:(c) geralt/pixabay.com

Existenzgründungsportal des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie: Neben dem theoretischen Fachwissen rund um Unternehmensgründungen wird man hier unter anderem auch auf der Suche nach praktischen Online-Tools und Lernprogrammen fündig. Den Mittelpunkt des Portals bildet das Expertenforum, in dem Gründer sich per Mail mit all ihren Fragen an Fachleute wenden können.

Gründungsberatung der IHK:

Da man als Gründer, abgesehen von Freiberuflern, Landwirten und Handwerkern, automatisch Mitglied der IHK wird und Beiträge zahlen muss, ist es ratsam, sich für die ersten Schritte in die Selbstständigkeit an die IHK zu wenden. Aufgrund ihrer Mitgliedervielfalt und dem damit automatisch einhergehenden direkten Draht zu Unternehmensgründern kennt sie sich bestens mit den Marktgegebenheiten aus und weiß, welche Zweige unter welchen Bedingungen wie erfolgreich sind. Folglich steht sie bei allen Fragen rund um den Businessplan genauso zur Verfügung wie bei diesen Themen:

  • Formale Voraussetzungen
    • Scheinselbstständigkeit
    • Gewerberecht
    • IHK-Zugehörigkeit
    • Gewerbeanmeldung
  • Persönliche, fachliche und kaufmännische Voraussetzungen
  • Definition der Geschäftsidee
  • Gestaltung eines Unternehmenskonzeptes
  • Finanzierungshilfen
  • Rechtsform
  • Steuern
  • Versicherungen und Sozialversicherungen
  • Personalthemen

Zudem arbeiten bei der Industrie- und Handelskammer Fachleute für die unterschiedlichsten Branchen, sodass man sich darauf verlassen kann, dass die Berater ganz genau wissen, mit welchen speziellen Herausforderungen man im  Einzelfall rechnen muss.

Steuerberater:

Die Entscheidung, ob man mit einem Steuerberater zusammenarbeitet, bleibt einem hierzulande vollkommen selbst überlassen. Insbesondere wenn man sich noch nicht näher mit steuerlichen Themen auseinandergesetzt hat oder man sich selbst auch nicht zwingend als Zahlenmensch beschreiben würde, sollte man darüber auf jeden Fall nachdenken. Schließlich geht es ja nicht nur darum, was man an das Finanzamt zahlen muss, sondern auch darum, welche Ausgaben man steuerlich geltend machen kann und was sich so wiederum positiv auf das eigene Business auswirken kann.

Das Honorar eines Steuerberaters ist keine willkürliche Angelegenheit, sondern richtet sich nach der Steuergebührenverordnung (StbGebV). Anhand von Online-Rechnern lässt sich schnell ein Überblick über die zu erwartenden Gebühren gewinnen. Bevor man die Zusammenarbeit beginnt, sollte man sich darüber im Klaren sein, was man von einem solchen Berater erwarten kann und was nicht: Während man mit der individuellen Preiskalkulation und dem Marketingkonzept bei einem Steuerberater an der falschen Adresse ist, kann man sich mit der Buchführung oder bei Fragen nach der geeigneten Rechtsform an ihn wenden.

Unternehmensberater:

Insbesondere in dieser Beratergruppe wird man fündig, wenn man nach einem Experten für die Unternehmensgründung sucht. Da der Start eines Unternehmens viel über den zukünftigen Erfolg aussagt, ist es ratsam, rechtzeitig die Weichen für eine positive Entwicklung zu stellen. Das wissen die Berater und können daher gezielt die passenden Stellschrauben in der richtigen Unternehmensphase des Unternehmens drehen.

Im Unterschied zu den Steuerberatern sind sie bei Ihren Honoraren nicht an eine Gebührenordnung gebunden und können selbst bestimmen, wie viel sie sich ihre Beratungsleistung kosten lassen. Ein weiterer Unterschied zu Steuerberatern besteht darin, dass sie keine Ratschläge in steuerlichen Angelegenheiten geben dürfen. Nur wer beim Finanzamt eine entsprechende Prüfung erfolgreich absolviert hat, darf im Anschluss auch in Steuerbelangen beraten. Vergleichbare Vorgaben gibt es für Unternehmensberater nicht. Prinzipiell darf sich jeder so nennen und auch als solcher aktiv werden. Daher ist bei der Suche nach einem Unternehmensberater besondere Vorsicht geboten.

Optimale Bedingungen einen seriösen Unternehmensberater zu finden, bietet die Plattform UnternehmensberaterScout. Hier schreibt man seinen Bedarf aus und erhält qualifizierte Angebote der Berater.

Rechtsanwalt:  

Tatsächlich ist ein Rechtsanwalt typischerweise nicht die erste Anlaufstelle, wenn es um die Geschäftsgründung geht. Immerhin ist von ihm weder eine Fachexpertise in Marketingangelegenheiten zu erwarten noch Expertenwissen hinsichtlich eines Businessplanes. Sein juristisches Know-how ist erst dann gefragt, wenn rechtliche Angelegenheiten auf der Agenda stehen. So kann zum Beispiel ein Patentanwalt zur wichtigen Stütze eines Unternehmens werden, wenn man etwas ganz Neues erfunden hat und sich nun die Rechte daran sichern will. Ein Anwalt ist auch beim Aufsetzen von rechtssicheren Verträgen von großer Bedeutung und sollte ebenso zurate gezogen werden, wenn die Geschäftsform über die Einzelunternehmung hinausgeht und beispielsweise für die Gründung einer KG, GmbH oder OHG Gesellschafterverträge aufgesetzt werden müssen.

Unternehmensnachfolgeberater:

Wie der Name schon sagt, kommen diese Berater nur dann zum Einsatz, wenn es um eine Unternehmensnachfolge geht. Tatsächlich müssen in Deutschland jährlich zahlreiche eigentlich erfolgreiche Unternehmen schließen, da fähige Nachfolger fehlen. Und hat der Vorgänger dann einen guten Nachfolger gefunden, der aber meint, kurz nach Übernahme das ganze Unternehmen verändern zu müssen, kann auch dies die positive Unternehmensentwicklung von jetzt auf gleich zum Erliegen bringen.

Bei einer Übernahme stehen in erster Linie die Prüfung bereits vorhandener Verträge sowie die wirksame Übertragung dieser im Mittelpunkt. Die Übersicht damit verbundenen juristischen Feinheiten übersteigen in der Regel die Fähigkeiten eines quasi Neu-Selbstständigen. Daher sollte man eine derartige Unterstützung unbedingt nutzen, wenn die Selbstständigkeit mit der Übernahme eines bereits existierenden Unternehmens beginnt. Unternehmensnachfolgeberater sind bevorzugt unter den Rechtsanwälten zu finden.

Die Wahrscheinlichkeit, ein gegründetes Unternehmen zum Erfolg zu führen, ist in Zusammenarbeit mit einem Gründungsberater deutlich größer, als wenn man es auf eigene Faust versucht. In diesem Sinne drücken wir Ihnen die Daumen, dass Sie schnell den richtigen Berater finden und mit ihm gemeinsam aus einem Start-up ein tragfähiges Business machen!

Foto:(c) geralt/pixabay.com

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