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Mit Benefits in Stellenausschreibungen das Interesse von Jobsuchenden wecken



Der HR-Dienstleister Königsteiner wollte wissen, welche Rolle Stellenausschreibungen heute noch bei der Jobwahl spielen. Dafür hat das Unternehmen im April dieses Jahres jeweils 500 Arbeitnehmer aller Altersgruppen mit akademischem und 500 Arbeitnehmer aller Altersgruppen mit nichtakademischem Hintergrund befragt.

Stellenausschreibung | Foto:(c)islandworks/pixabay.com

Die Studie zeigt, dass Stellenausschreibungen heutzutage mehr Bewerbungsschreiben der Arbeitgeber denn bloße Ausschreibungen sind, in denen Unternehmen ihren Bedarf an personeller Unterstützung kommunizieren. Darüber hinaus machen die Ergebnisse deutlich, dass Benefits inzwischen entscheidenden Einfluss darauf haben, ob Jobsuchende sich auf eine Stelle
bewerben und sie schließlich dann auch annehmen.

Welche Benefits haben den größten Einfluss bei der Jobsuche?

Rund neun von zehn der Befragten legen großen Wert darauf, in einer Stellenanzeige mehr über angebotene Arbeitszeitmodelle, die Kernarbeitszeiten wie auch Überstundenregelungen und das Gehalt einer Stelle zu erfahren. Wer auf der Suche nach neuen Talenten ist, sollte diese Aspekte also keinesfalls verschweigen. 74 Prozent wollen außerdem über Home-Office-Regelungen und 72 Prozent über die betriebliche Altersvorsorge informiert werden. Deutlich weniger Wert legen potenzielle Bewerber offenbar auf Mobilitätsoptionen, die Arbeitgeber zur Verfügung stellen: 47 Prozent der Befragten wollen Informationen dahingehend erhalten, ob ein Dienstwagen zur Verfügung gestellt wird und 36 Prozent, ob die Möglichkeit eines Fahrradleasings besteht. Da dieser Benefit noch nicht allzu lange und auch noch nicht von vielen Arbeitgebern angeboten wird, ist davon auszugehen, dass Fahrradleasing in den nächsten Jahren deutlich an Beliebtheit gewinnt und vielleicht sogar den gleichen prozentualen Anteil wie die Option auf einen Dienstwagen einnimmt.

Über Sabbaticals und die Kinderbetreuung wollen in etwa gleich viele der Befragten (35 und 37 Prozent) informiert werden.

Laut der Studie würde sich etwa die Hälfte der Befragten auf eine Stellenausschreibung bewerben, wenn drei von fünf Benefits ihrer individuellen Bedürfnislage entsprechen. Für 29 Prozent der Befragten kommt ein Job nur infrage, wenn vier von fünf Benefits zutreffen. Nur fünf Prozent der Befragten fordern hingegen, dass alle Benefits -? also fünf von fünf - sie überzeugen.

Arbeitgeber sollten also ihren potenziellen Arbeitnehmern die Vorzüge, die sie in ihrem zukünftigen Job erwarten, auch in einer Stellenausschreibung nennen. Um zu vermeiden, dass Stellenausschreibungen unnötig lang werden, kann es nötig sein, sich auf bestimmte Benefits zu beschränken. Welche das sind, sollte man allerdings nicht von den Ergebnissen einer Studie, sondern von den Anforderungen beziehungsweise der individuellen Situation der Bewerber abhängig machen. Geht man von vornherein davon aus, dass sich auf einen Job in erster Linie Frauen bewerben, wird das Interesse an einer unternehmensinternen Kinderbetreuung deutlich größer sein, als es die Ergebnisse der Königsteiner-Studie nahelegen. Gleiches gilt mit Blick auf das Fahrrradleasing, wenn man sich bei einem Unternehmen bewirbt, das großen Wert auf eine grüne Unternehmensphilosophie legt.

Benefits, auf die Unternehmen in Stellenausschreibungen im Einzelnen hinweisen sollten:

Arbeitszeitmodelle und Homeoffice:

Der klassische 9-to-5-Job wird von vielen Talenten inzwischen als nicht mehr zeitgemäß betrachtet. Sie wünschen sich viel mehr Selbstbestimmtheit und dazu gehört auch, dass sich die Arbeitszeit auf die individuelle Lebenssituation anpassen lässt. Und wenn wir schon bei der Flexibilität sind, darf natürlich auch die Möglichkeit, einen oder mehrere Tage vom Home Office aus zu arbeiten nicht unerwähnt bleiben. Gerade Eltern kleiner Kinder wissen diesen Benefit sehr zu schätzen.

Technische Ausstattung:

Ein Laptop gehört schon fast zur Grundausstattung der Arbeitnehmer und es lohnt kaum noch extra darauf hinzuweisen. Interessanter wird der Hinweis auf das technische Equipment allerdings mit Blick auf das Smartphone. Unternehmen, die ihren Angestellten ein Handy zur Verfügung stellen, signalisieren damit, dass sie sich der Trennung von Arbeit und Privatleben bewusst sind. Berufliche Angelegenheiten können über das Business-Handy abgewickelt werden, sodass man nach Feierabend keine geschäftlichen Anrufe auf dem Privatgerät befürchten muss.

Lage und Anbindung des Geschäftsstandortes:

Ein Unternehmen, das mit öffentlichen Verkehrsmitteln nur schwer erreichbar ist und viel Zeit auf der Straße erforderlich macht, ist für Bewerber eher unattraktiv. Befindet sich die Geschäftsadresse in einem kulinarischen Hotspot und lässt sich innerhalb kürzester Zeit von relevanten Knotenpunkten erreichen, ist das ein echter Vorteil, auf den man Bewerber aufmerksam machen sollte.

Kantine:

Ist das Angebot guter Restaurants in der unmittelbaren Umgebung nicht zufriedenstellend, lässt sich durch eine Kantine dieser ?Mangel? ausgleichen. Schließlich kann man in einer Unternehmenskantine in der Regel deutlich kostengünstiger essen und man braucht nach getaner Arbeit nicht mehr zu kochen ? die Versorgung ist bei einem solchen Unternehmen sichergestellt.

Rabatte für Mitarbeiter:

Wer spart nicht gerne im Fitnesscenter, in der Lieblingsdrogerie oder beim Discounter ein paar Euro? Mit solchen Rabatten heben sich Arbeitgeber von der Konkurrenz ab und signalisieren, dass ihnen das Wohl der Mitarbeiter am Herzen liegt. Dies lässt sich auch zeigen, indem man dem Team regelmäßige Gesundheitsanwendungen zugute kommen lässt. Außerdem lassen sich dadurch die Folgen einseitiger Belastungen, zum Beispiel durch stundenlanges Sitzen, verringern und Krankschreibungen reduzieren.


Weiterbildungsmöglichkeiten:

Sie sind eine teure Angelegenheit. Mitarbeiter wissen es zu schätzen, wenn ihr Arbeitgeber sie hierbei unterstützt. Talente, die sich für Weiterbildungsangebote interessieren, zeigen, dass ihre individuelle Weiterbildung ihnen wichtig ist, die schließlich dem Unternehmen zugutekommt.

Foto:(c)islandworks/pixabay.com





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