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Corona-Krise wirkt sich auf Neugründungen aus



Mit Beginn der Pandemie bangten viele Angestellte um ihre Jobs. Wie würde es weitergehen? Was bedeuten die Lockdowns für die Wirtschaftskraft des Arbeitgebers und wie lange kann das Unternehmen Umsatzeinbrüchen standhalten?

Diese Fragen beschäftigten zahlreiche Arbeitnehmer im letzten Jahr. Kurzarbeit war eines der Mittel, welches den Unternehmen dabei half, Löhne einzusparen und auf diese Weise Mitarbeiter vor einer drohenden Kündigung zu bewahren. Da war gut beraten, wer sich in einem Angestelltenverhältnis befand. Weitaus stärker betroffen von den Covid-bedingten wirtschaftlichen Einbußen waren und sind nach wie vor die Selbständigen.

Soloselbstständige wie auch Kleinunternehmer wurden zwar " mal mehr, mal weniger " staatlich unterstützt, das heißt aber nicht, dass sie mit den Hilfen auch gut über die Runden kamen. Aufträge brachen von heute auf morgen weg, das Geschäft musste geschlossen werden. Wer auf regelmäßige Einnahmen angewiesen war und nur ein geringes finanzielles Polster hatte, stieß schnell an seine Grenzen und musste von Woche zu Woche neu ums wirtschaftliche Überleben fürchten. Dies haben selbstverständlich auch all jene mitbekommen, die sich selbstständig machen wollten. Welche Konsequenzen sie daraus gezogen haben und wie es letzten Jahr generell um die Gründungsaktivitäten bestellt war, hat die KfW in ihrem Gründungsmonitor zusammengetragen.

Zahl der Gründungen rückläufig - vor allem bei Männern

Bereits in den Vorjahren hielten sich die Gründungsaktivitäten hierzulande auf einem relativ geringen Niveau. Zu gut war die wirtschaftliche Situation und zu wohl fühlten sich die Menschen in ihren Angestelltenverhältnissen, als dass sie sich dem Risiko einer Selbstständigkeit aussetzen wollten. Wie zu erwarten, gab es auch 2020 keine Zuwächse unter den Gründungen, ihr Anteil sank um insgesamt 68.000 auf 537.000; das entspricht einem Rückgang von 11 %. Interessant ist, dass sich vor allem der Anteil männlicher Gründer verringerte (- 58.000), während die Zahl der Gründerinnen um lediglich 10.000 zurückging und damit annähernd gleich geblieben ist. Für die Geschlechterverteilung bedeutet das, dass 38 % der Gründer 2020 weiblich waren und damit 2 % mehr als im Vorjahr. Überraschend sei diese Entwicklung laut KfW insbesondere vor dem Hintergrund, dass gerade die selbstständigen Frauen ganz besonders von den Auswirkungen der Corona-Krise betroffen waren ? sie litten unter Umsatzverlusten, Einschränkungen des Lebensstandards wie auch Existenzängsten. Davon ließen sich die Frauen offenbar nicht abhalten. Die Devise lautete: Not macht erfinderisch. Um ihre Gründungsvorhaben dennoch realisieren zu können, haben 52 % der Gründerinnen ihre Geschäftsmodelle auf die Situation angepasst. Für den Großteil der Existenzgründer schien das keine Option gewesen zu sein, da nur 39 % ihr Geschäftsmodell modifiziert haben.

Mit Beharrlichkeit und digitalen Lösungen wird gegründet

Die Studienmacher attestieren denjenigen, die im Krisenjahr 2020 eine Existenzgründung gewagt haben ?eine besondere Beharrlichkeit und Zuversicht?. Der Anteil von Notgründungen, die aus der Hoffnung auf bessere Erwerbsmöglichkeiten in der Selbstständigkeit resultieren, lag bei nur 16 %. 2019 lag er um sieben Prozentpunkte höher. Hingegen ist der Anteil der Chancengründungen von 73 % (2019) auf 80 % angestiegen. Da der Online-Handel und webbasierte Dienstleistungen im letzten Jahr hierzulande einen unvergleichlichen Boom erlebt haben, überrascht es nicht, dass Gründungen, bei denen das Internet Kernelement ist, bei 31 % und diejenigen, die sich auf digitale Technologien fokussieren, bei 26 % lag. Zusammengenommen liegt ihr Anteil damit bei 56 %. Daneben machten Gründungen mit Entwicklungs- und Forschungsschwerpunkt 13 % aus und wachstumsorientierte Existenzgründungen 24 %.

Aufgabe der Selbstständigkeit wegen Pandemie

Während in aller Regel die ersten drei Jahre als besonders kritisch bei einer Unternehmensgründung angesehen werden, ist offenbar auch nach zwei weiteren Jahren noch keine Erholung in Sicht. So haben 2020 laut Gründungsmonitor vier von zehn Gründerinnen und Gründern nach fünf Jahren ihre Gründungstätigkeit eingestellt. Wie in den Vorjahren wurden die familiäre Belastung sowie ein vielversprechendes Jobangebot als Gründe dafür angegeben. Besonders ist, dass in 40 % der Fälle Unwirtschaftlichkeit als Ursache für das Scheitern angegeben wurde. Damit hat sich der Wert im Vergleich zum Vorjahr verdoppelt. 56 % machen die Pandemie für das Ende ihrer Selbstständigkeit verantwortlich.

Positive Gründungsprognose für 2021

Doch wie sieht es mit den Zukunftsaussichten aus? Ist auch der Anteil der Gründungsvorhaben rückläufig? Ja: Beabsichtigten 2019 6,4 % der Erwerbstätigen (im Alter von 18 bis 64 Jahren) sich selbstständig zu machen, lag ihr Anteil 2020 nur noch bei 4,4 %. Auch bei denen, die ihre Geschäftstätigkeit innerhalb des nächsten Jahres aufnehmen wollen, sank die Quote um 0,6 %. Dennoch sieht das Gründungsmonitor-Team darin kein negatives Signal für die Gründungen in diesem Jahr. Schließlich seien im letzten Jahr viele Gründungen verschoben worden, die zu einem späteren Zeitpunkt " voraussichtlich 2021 " aufgenommen würden. Sie gehen davon aus, dass sich dies positiv auf die diesjährigen Existenzgründungen auswirkt.
Unabhängig davon, ob man in den Kinderschuhen der Gründungsphase steckt oder sehr weit fortgeschritten ist, es ist ratsam, sich einen Experten mit an Bord zu holen. Unternehmensberater kennen die Schwierigkeiten einer Gründung und wissen genau, was wie gut funktioniert. Um auch unter den aktuell erschwerten Bedingungen einen guten Start in die Selbstständigkeit zu haben, können Neugründer über die Online-Plattform UnternehmensberaterScout Kontakt mit Beratern in ihrer Nähe aufnehmen.

Foto: (c) geralt /pixabay.com

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