Gründen mit geringem Budget

gründen mit wenig Geld | Foto:(c) Alexas_Fotos/pixabay.com

Viele ziehen das Angestelltendasein immer noch der Selbstständigkeit vor. Zu groß scheint das finanzielle Risiko und die für die Gründung notwendigerweise aufgewendete Zeit. Sie gehen davon aus, dass eine selbstständige Unternehmung nur dann möglich ist, wenn man mit einem großen finanziellen Polster ausgestattet ist – dies ist aber nicht mehr so. Bereits mit wenig Geld lässt sich ein erfolgreiches Unternehmen auf die Beine stellen. Selbstverständlich muss man anfangs nach Sparpotenzialen Ausschau halten, aber wenn die Unternehmung dann erst einmal läuft, finanziert sich die Gründung optimalerweise selbst. Doch was kann man tun, um auch mit wenig Geld zu einem erfolgreichen Entrepreneur zu werden?

Mimimum Viable Product (MVP):

Hierbei handelt es sich um ein Produkt mit minimalen Anforderungen und Eigenschaften. Das bedeutet also, dass man das Produkt nicht bis ins kleinste Detail ausarbeitet, sondern erst einmal eine Idee davon kreiert und diese der Zielgruppe präsentiert. Der große Vorteil ist, dass man zum einen bei den Herstellungskosten immens spart und zum anderen ein erstes Feedback von den zukünftigen Nutzern bekommt. Springen sie bereits auf die abgespeckte Produktidee an, kann man davon ausgehen, dass das fertige Produkt mindestens genauso gut ankommen wird. Überzeugt das MVP nicht, so ist dies ein wertvolles Learning, da man sich dadurch Geld sparen kann, was man sonst für weitere Entwicklungsschritte ausgegeben hätte.

Der erste Auftrag markiert den Unternehmensstart:

Warum bereits viel Geld für ein Unternehmen ausgeben, das noch gar keine Kunden hat? Klar, wenn man ein Restaurant oder ein anderes Offline-Geschäft aufbauen will, führt kein Weg daran vorbei, Räumlichkeiten zu mieten, einzurichten und die notwendigen Produkte vorab zu kaufen. Beabsichtigt man jedoch eine Gründung im digitalen Bereich, besteht im Prinzip keine Notwendigkeit dafür, sich bereits ein vollständiges Büro mit sämtlichen technischen Neuheiten einzurichten. In der Regel genügen ein Rechner und ein Smartphone und schon kann es losgehen. Hat man die ersten Kunden an der Angel und muss gegebenenfalls schon erste Mitarbeiter anstellen, führt ohnehin kein Weg mehr daran vorbei, sich ein Büro zu suchen. Aber dann wird ja sowieso bereits das erste Geld in die Unternehmung geflossen sein.

Gründung ohne finanzielle Unterstützung:

Dieses Vorgehen bei einer Gründung wird auch mit dem Begriff des Bootstrappings beschrieben. Hierbei geht es eben genau darum, nur das Geld, das man zur Verfügung hat, für das eigene Business auszugeben. Dafür sind ein ganz besonders smartes Vorgehen sowie viel Recherchearbeit vonnöten. Selbstverständlich neigt man dazu, bei der Suche nach jemanden, der die eigene Webseite baut, das Design erstellt oder auch Marketing macht, sich für denjenigen zu entscheiden, der besonders ansprechend aussieht und einem bei der Suche direkt ins Auge fällt. Der oder die Erstbesten müssen aber nicht gleichzeitig auch die Günstigsten sein, denn es gibt für fast alle Dienstleistungen kostengünstige Alternativen. So ist es zum Beispiel nicht erforderlich, die eigene Webseite von einem Programmierer aufsetzen lassen, sondern man kann selbst Hand anlegen und über bestimmte Baukastensysteme, die eigene Lieblingswebseite zusammenstellen. Sehr erfolgreiche Unternehmer haben das nicht anders gemacht. Jeden gesparten und eingenommen Euro kann man dann wieder in das Business investieren und so dafür sorgen, dass es sich innerhalb kürzester Zeit von selbst trägt.

Schon vor dem Start mit dem Marketing beginnen:

Unabhängig von dem eigentlichen Produkt ist es ratsam, einen eigenen Blog aufzusetzen, der sich mit Themen beschäftigen, die mit der eigenen Gründung im Zusammenhang stehen. So hat man langfristig nicht nur die Möglichkeit, sich als Experten auf dem Fachgebiet zu positionieren, sondern kann zum Beispiel auch wichtigen Bloggern gut geschriebene und vor allem auch fachlich relevante Gastbeiträge anbieten. Dafür ist es wichtig, dass der Blogger, mit dem man kooperiert, eine entsprechende Reichweite mitbringt, die einem selbst schließlich zugute kommt. Wurde der Beitrag veröffentlicht und kommt bei der Zielgruppe gut an, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass die Leser dem Artikel auf den eigenen Blog und/oder die eigene Webseite folgen. Und auch hier gilt: Gelingt es nicht, die Menschen von dem Thema und dem Produkt zu überzeugen, muss noch einmal nachgebessert werden.

Ähnlich wie mit den Bloggern kann man auch mit Journalisten netzwerken. Viele von ihnen haben inzwischen eigene Blogs, die eine Kontaktaufnahme für eine spätere Berichterstattung ermöglichen. Allerdings sollte man sich darüber bewusst sein, dass Printveröffentlichungen längere Vorlaufzeiten als Online-Veröffentlichungen haben.

Franchising:

Eine ganz andere Art und Weise sich selbstständig zu machen und dennoch dabei zu sparen ist das Franchising. Viele Unternehmen haben erkannt, dass sie niemanden brauchen, der Geld in die Unternehmung einbringt, sondern jemanden, der das nötige Fachwissen hat und das Unternehmen mit klugen Ideen voranbringt. Man kann sich als Lizenznehmer bewerben, sollte aber im Vorhinein die Konzepte gründlich prüfen.

Crowdfunding:

Führt trotz sämtlicher Bemühungen kein Weg daran vorbei, dass man Geld für die Realisierung der Gründungsidee benötigt, ist das Crowdfunding eine schöne Alternative. Ist die Crowd überzeugt, unterstützt sie das Vorhaben finanziell. Umgekehrt ist es aber üblich, dass die Geldgeber ein kleines Dankeschön – zum Beispiel in Form von finanziellen Vergünstigungen – erhalten.

Grundsätzlich gilt, dass die finanziellen Möglichkeiten nicht von der Gründung abhalten sollten. Wenn man es unbedingt will und die Geschäftsidee wirklich gut ist, wird es auch Geldgeber geben, die die Sebstständigkeit ermöglichen. Was man dafür tun und wen man auf welche Weise ansprechen muss, wissen die Unternehmensberater auf UnternehmensberaterScout.

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