Das sind die Recruiting-Trends 2018

Personalmarketing

Der nachhaltige Erfolg eines Unternehmens hängt von einer Vielzahl unterschiedlicher Variablen ab. Die Qualität des Produkts beziehungsweise der Dienstleistung ist natürlich vorrangig. Doch hinter jedem guten Unternehmen steht gutes Personal. Und dies zu finden, auszubilden, weiterzuentwickeln und zu halten wird eine immer anspruchsvollere Aufgabe. Aus diesem Grund lohnt sich ein Blick auf die Trends im Personalmarketing .

Akquise neuer Mitarbeiter wird immer schwieriger

Die Konjunktur in Deutschland wächst noch immer ungebremst, was die Wirtschaft erfreut, allerdings geht damit auch ein großes Problem einher: Es gibt dank Vollbeschäftigung in einigen Bundesländern sehr große Probleme neue Mitarbeiter zu finden. Auf dem freien Markt wird die Zahl der Erwerbssuchende stetig kleiner, der Kampf um die Talente somit immer härter. Oft gilt es, fähiges Personal von Konkurrenten abzuwerben.

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Hinzu kommt, dass neue Technologien neue Berufsbilder nach sich ziehen, die spezielle Fähigkeiten und Anforderungen mit sich bringen. Um mit der Entwicklung Schritt zu halten, muss man schon jetzt Maßnahmen ergreifen, um seine Mitarbeiter entsprechend auszubilden beziehugnsweise weiterzubilden.

Stellenanzeigen, die dem Stand der Zeit entsprechen

Langweilige Stellenanzeigen, wie auf einer Seite, die Jobs für Steuerberater anbietet, locken keinen Bewerber mehr hinter dem Ofen vor. Gerade jetzt, wo sich die Unternehmen aufgrund mangelnder Erwerbssuchender um die letzten verbleibenden Fachkräfte bemühen müssen, sollte man mit der Zeit gehen. Nur wer positiv auffällt, hat eine Chance gesehen zu werden und so fähige Mitarbeiter zu finden. Besonders wichtig ist es, auf die Bewerber einzugehen, sie direkt anzusprechen – gerne auch mit einem „Du“, wenn es zur Firmenphilosophie passt. Anstatt die Aufgaben der Stelle lustlos in Bulletpoints abzuhaken, sollte man konkret erklären, was der Bewerber bei der Stelle zu erwarten hat und warum es sich lohnt bei dem jeweiligen Unternehmen zu arbeiten.

Einfache Bewerbungsmöglichkeiten

Davon dass es viel Zeit und Nerven kostet, sich auf spannende Stellen zu bewerben, davon können Jobsuchende ein Lied singen. Vor einigen Jahren war es Standard, dass man die üblichen Bewerbungsunterlagen per Mail an die Personaler der jeweiligen Unternehmen sendet. In letzter Zeit sollen sich Bewerber allerdings auf den Karriereseiten bewerben. Dies geht meist mit einer langwierigen Dateneingabe einher: Sämtliche berufliche Stationen gilt es einzutragen – was mitunter viel Zeit beansprucht. Um es dem Bewerber so leicht wie möglich zu machen, sollte man einfache Upload-Möglichkeiten anbieten, die zum Beispiel die Daten aus dem Lebenslauf automatisch übernehmen. Sinnvoll sind auch Optionen wie One-Click-Bewerbungen via Xing oder LinkedIn.

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Active Sourcing

Früher hatte man es als Personaler wesentlich einfacher: Man schaltete eine Anzeige und wartete ab. Bereits nach kurzer Zeit trudelten die ersten Bewerbungen ein und man hatte nach ein oder zwei Wochen die Qual der Wahl, welche Bewerber man zu einem persönlichen Vorstellungsgespräch einladen soll. Nun, wo landauf landab händeringend nach Fachkräften gesucht wird, gestaltet sich der Job der Personaler wesentlich herausfordernder und macht das sogenannte Active Sourcing notwendig. Die meisten Talente stehen bereits in Lohn und Brot und sind somit nicht auf Stellenbörsen unterwegs. Aus diesem Grund gilt es, gezielt auch diese potentiellen Kandidaten anzusprechen. Unbedingt sollte man hierbei vermeiden, auf automatisierte Tools zurückgreifen.

DSGVO

Nie davon gehört? Dabei wirbelt die Datenschutzgrundverordnung der EU das Recruiting künftig ordentlich durcheinander – wenn sie ab Mai 2018 inkrafttritt. Hält man sich nicht an die neuen Spielregeln – insbesondere im Feld des Active Sorucing – können Geldstrafen die Folge sein. Mit bis zu 20 Millionen Euro Bußgeld kein Pappenstiel. Bewerber müssen laut DSGVO in die Speicherung und Verarbeitung der eigenen Daten einwilligen – und zwar aktiv etwa per Klick im Bewerbungsprozess. Insbesondere kleinere Unternehmen, die sich bislang die Unterlagen einfach per Mail zuschicken lassen, stehen nun vor einer großen Herausforderung, denn sie müssen nun schauen, wie sie die Einwilligung über die Datenverarbeitung einholen.

Lesen Sie mehr zu den Entwicklungen im Recruiting-Bereich in Teil II.

Foto: (c) geralt/pixabay.com

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