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Magazin für Existenzgründer, Jungunternehmer und Unternehmer

17.09.2018

Die Geschäftsidee vor der Gründung prüfen

Logisch, dass man als Gründer ganz verliebt in die eigene Geschäftsidee ist. Man hält sie für absolut genial und kann kaum noch abwarten, ehe es mit der Realisierung endlich losgeht. So verlockend es auch ist, man sollte diesen Schritt nicht überstürzen. Immerhin sind viele Gründungen verhältnismäßig kostenintensiv.

Püfen der Geschäftsidee

Püfen der Geschäftsidee | Foto: (c) StartupStockPhotos/pixabay.com

Geht man mit einer falschen Idee an den Start, kann es sein, dass man jede Menge Geld verbrennt, ohne auch nur einen einzigen Euro Gewinn gemacht zu haben. Selbstverständlich ist es im Vorhinein schwierig zu sagen, ob eine Idee durch die Decke geht oder nicht, aber es gibt Indikatoren, an denen sich der Sinn einer Geschäftsidee ablesen lässt. Je schneller man erkennt, dass ein Business kein Potenzial hat, desto eher kann man sich anderen Themen zuwenden, die möglicherweise erfolgsversprechender sind.

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Kurzkonzept zur Gründungsidee

Der Businessplan ist schon der zweite Schritt. Er erfüllt für einen selbst den Zweck, die Unternehmung von allen Seiten kritisch auf Herz und Nieren zu prüfen, dient aber auch Banken, Kreditinstituten und Investoren als Entscheidungsgrundlage. Zuvor ist es allerdings sinnvoll, ein Kurzkonzept zu entwickeln, das bereits Bestandteile des Businessplans enthält, in dieser Form aber nicht vergleichbar umfassend dokumentiert wird.

Lässt sich mit der Idee Geld verdienen?

Zuerst sollte der zukünftige Gründer sich die Frage stellen, ob das potenzielle Produkt beziehungsweise die Dienstleistung wirtschaftlich tragfähig ist. Die beste Idee bringt nichts, wenn sie sich am Ende nicht versilbern lässt. Man muss sich vor Augen führen, dass nicht nur der eigene Lohn, Krankenkasse und Altersvorsorge finanziert werden wollen, sondern auch wenn man Unterstützung benötigt das Personal bezahlt werden will. Um zu erfahren, ob die Gründung eine gute Chance bietet, Geld damit zu verdienen, sollte man sie auf folgende Kriterien untersuchen:

  • Wer ist die Zielgruppe?
  • Wie groß ist die Zielgruppe beziehungsweise der Markt? Wie viele Menschen werden das Produkt in Zukunft voraussichtlich nutzen?
  • Gibt es bereits Wettbewerber in diesem Segment? Wenn ja: Wie hat sich ihr Business bisher entwickelt?
  • Welche Preise ruft die Konkurrenz für das Produkt auf? Wie ist die eigene Preiskalkulation? Hat die Zielgruppe die finanziellen Mittel, um die avisierte Summe zu zahlen?
  • Ist die Zielgruppe bereit, diese Preise zu bezahlen? Würde man selbst oder Freunde dafür die Preise zahlen?
  • Wie groß ist die zu erwartende Marge?

Hat man den Markt analysiert und den Eindruck gewonnen, dass er noch nicht gesättigt hat, sondern es durchaus eine Nachfrage nach der Geschäftsidee gibt, lohnt es sich, einen weiteren Schritt Richtung Zukunft zu machen und zu schauen, ob das Produkt oder der Service technisch umsetzbar ist.

Wer kann das Produkt zu welchen Kosten herstellen?

Gibt es bereits Fertigungsprozesse, auf die man bei der Produktion aufsetzen kann? Möglicherweise macht es die Besonderheit der eigenen Idee erforderlich, die Herstellung ganz neu zu denken und alternative Verfahren zu entwickeln. So etwas ist äußerst kostspielig und bedeutet oftmals auch, dass man auf Experten-Know-how zurückgreifen muss, was ebenfalls teuer ist. Lohnt es sich trotzdem, muss man die entstehenden Kosten im Blick haben und realistisch einschätzen, wie viel Kapital man dafür wirklich benötigt. Stellt man fest, bei der Herstellung selbst an Grenzen zu stoßen, sollte man rechtzeitig nach Anbietern Ausschau halten, die die Produktion in einem angemessenen finanziellen Rahmen stemmen können. Allerdings darf man hierbei nicht die Marge aus den Augen verlieren. Sind die Herstellungskosten zu hoch, drückt dies den Verdienst.

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Die jeweilige Gesetzeslage für die Gründung beachten

Ist man soweit gekommen und die Gründung erscheint nach wie vor sinnvoll, geht es nun darum, ob die Umsetzung der Geschäftsidee rechtskonform ist. Dabei gilt es zunächst einmal, sich zu fragen, in welchem Land oder in welchen Ländern mit dem Business gestartet werden soll. Die Gesetzeslage unterscheidet sich auch in der EU von Land zu Land, sodass Erfindungen in einem Land absolut vertretbar sind, während man anderswo nichts davon wissen will. Wie sind die gesetzlichen Bestimmungen? Bestehen möglicherweise gewerbliche Schutzrechte, wie zum Beispiel Patente, die es einem untersagen, ein Produkt unter den gewünschten Bedingungen herzustellen? Davon abgesehen, kann es ebenfalls nötig sein, als Unternehmer bestimmte Qualifikationen mitzubringen, um das Business ausüben zu dürfen. Fehlt einem das nötige Know-how sollte man frühzeitig damit beginnen, sich im Rahmen von Kursen oder Ähnlichem weiterzubilden. Nichts ist schlimmer, als wenn man mitten im Gründungsprozess steckt und dann feststellen muss, die Tätigkeit eigentlich gar nicht ausüben zu können, da die erforderlichen Grundlagen fehlen.

Offen sein und mögliche Kritik anhören

Unabhängig von diesen strukturellen Kriterien sollte man als zukünftiger Gründer offen mit so vielen Menschen wie möglich über die eigene Idee sprechen. Freunde und Familie sind möglicherweise zu nah dran und dadurch schon selbst zu begeistert von der Idee, um objektiv urteilen zu können. Daher sollte man Fremden das Thema präsentieren und ganz genau auf deren Reaktion achten.

Jemand, der das Potenzial einer Gründung einschätzen kann, ist ein Unternehmensberater. Er hat genügend Erfahrungen, um die Marktlage, technische Machbarkeit sowie unter Umständen auch rechtliche Bedingungen beurteilen und auf dieses Basis Empfehlungen aussprechen zu können. Ist man selbst noch unsicher, sollte man auf auf der Online-Plattform UnternehmensberaterScout nach einem Berater suchen, der bestenfalls bereits Erfahrungen in der eigenen Branche mitbringt und damit zum optimalen Gründungsberater avanciert.

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