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Zeit für Kreativität



Egal, ob es um die Einstellung neuer Mitarbeiter, die Anbahnung von Geschäftsbeziehungen oder die Partnerwahl geht, Kreativität kommt an. Unkonventionelle Ideen und Lösungswege sind nicht nur im beruflichen Kontext ein Erfolgsgarant, sondern machen auch im Privatleben attraktiv. Doch wie wird man eigentlich kreativ? Oder kann man es gar nicht werden und ist es entweder von Geburt an oder eben nicht?

Kreativität  |  Foto:(c)qimono/pixabay.com

Kreativität basiert auf vier Faktoren

James Melvin ?Mel? Rhodes (geboren 14.06.1916, gestorben 29.04.1976) war amerikanischer Erziehungswissenschaftler, Assistenzprofessor und Kreativitätsforscher. Schwerpunktmäßig beschäftigte er sich mit den Faktoren, die entscheidenden Einfluss auf unsere Kreativität haben. Rhodes gilt als Gründer des Konzeptes ?4P der Kreativität?, welches auch heute noch als Meilenstein der Kreativitätsforschung gilt. Er geht davon aus, dass Kreativität auf vier Elemente zurückzuführen ist.

1. Person (= die Person): Hier werden die persönlichen Charaktereigenschaften und Voraussetzungen erfasst. Dazu zählen: Persönlichkeit, Intellekt, Temperament, Konstitution, Eigenschaften, Gewohnheiten, Einstellungen, Selbstverständnis, Wertesystem, Abwehrmechanismen und Verhaltensweisen.
2. Process (= der Prozess): Hierunter fasst Rhodes die Motivation, die Wahrnehmung, die Art und Weise der Kommunikation sowie das Lern- und Denkvermögen zusammen.
3. Press (= das Umfeld): Die Beziehung eines Individuums zu seiner Umgebung, die wiederum entscheidenden Einfluss auf seine Kreativität hat.
4. Product (= das Produkt): Das Produkt ist hierbei wortwörtlich, aber auch abstrakt zu verstehen. Einerseits geht es um die kreative Idee, die gegenüber anderen Menschen in Form von Worten, Zeichnungen und Materialien kommuniziert wird. Andererseits handelt es sich hier um eine greifbare Form einer Idee, ist die Rede von einem Produkt.

Dem Konzept des US-amerikanischen Wissenschaftlers folgend, geht es bei der Kreativität also sowohl um dem Menschen innewohnende Eigenschaften, aber auch äußere Faktoren und Fähigkeiten nehmen Einfluss auf das Maß an Kreativität. Neben begünstigenden Faktoren gibt es auch solche, die jegliche Kreativität im Keim ersticken. Worauf man achten muss und was der individuellen Kreativität abträglich ist, haben wir im Folgenden zusammengefasst.

Innovationen sind kein zufälliger Geistesblitz, sondern das Ergebnis eines Prozesses

Kreativität auf Knopfdruck ? das ist etwas, was sich fast jeder wünscht, aber kaum realisierbar ist. Je mehr man versucht, diesem Anspruch gerecht zu werden, desto weniger gelingt es. Selbstverständlich sollten kreative Ideen letztlich zu einem Ziel führen, aber je ambitionierter man die Zielerreichung anstrebt und je verbissener man vorgeht, desto weniger klappt es. Druck ist hier der falsche Weg. Unterbrechungen und Ruhephasen sollten gemacht werden, da sie es dem Unterbewusstsein ermöglichen, Informationen zu verarbeiten. Je gelassener man an eine Aufgabe herangeht und je besser man loslassen kann, desto wahrscheinlicher ist es, dass sich kreative Ideen einstellen.

Geht es um die bildliche Darstellung von Kreativität, erfreuen sich Gruppen von Menschen, die sich zu einem Brainstorming zusammengefunden haben, großer Beliebtheit. Das ist darauf zurückzuführen, dass heterogene freie Assoziationsrunden großes kreatives Potenzial bieten. Allerdings nur, wenn man es richtig angeht. Unvorbereitet in die kreative Gruppenarbeit einzusteigen, kann sich nachteilig auswirken. Wer sich vorab noch keine Gedanken zu einer Thematik gemacht hat, wird es schwer haben, in der Zusammenarbeit mit Kollegen neue, unverbrauchte Ideen einzubringen. Die Erfahrung zeigt, dass Gedanken durch eine Gruppe in eine gewisse Richtung gelenkt werden. Hat dieser Prozess eingesetzt, ist es unmöglich, zu einem Punkt vor der Beeinflussung zurückzukehren. Die Folge sind verhältnismäßig homogene Ideen. Und das ist genau das Gegenteil dessen, was man sich eigentlich von der Einbindung unterschiedlicher Charaktere wünscht.

Kreativität bedeutet auch immer etwas gegen den Strom zu schwimmen. Man muss sich damit arrangieren, dass neuartige Ideen oder Produkte Skeptiker auf den Plan rufen, die wenig mit Dingen anfangen können, die sie nicht kennen. Doch davon sollte man sich nicht entmutigen lassen und den innovativen Gedanken folgen.

Das Streben nach Perfektion ist, wenn es um Kreativität geht, ein Hemmnis. Die Anspruchshaltung ist von vornherein so groß, dass man gar nicht anders kann, als zu scheitern. Hinzu kommt, dass es eben oftmals nicht die eine perfekte Idee gibt, sondern viele verschiedene Optionen zum Ziel führen. Je enger man sich die Grenzen steckt, desto schwieriger fällt die Entfaltung der Kreativität. Dementsprechend sollte bei einem kreativen Prozess unbedingt der Weg das Ziel sein. Auch wenn es oftmals den Anschein erweckt, es geht bei Kreativität nicht um den einen Geistesblitz. Das Unterbewusstsein verarbeitet alle Aspekte zu einem Thema und bringt mit der Zeit neue Ideen, Perspektiven oder Möglichkeiten zum Vorschein. Kreativität braucht Zeit und die sollte man sich unbedingt nehmen.

Kreativität ist auch für die Unternehmensführung wichtig

Kreativität ist auch in der Unternehmensführung sowie -gestaltung gefragt. Doch viel zu oft lässt die Alltagsroutine kaum noch Kreativität zu. Wer feststellt, dass der eigene Ideenreichtum mit der Zeit auf der Strecke geblieben ist und die Konkurrenz mit immer innovativeren Ideen an einem vorbeiprescht, kann durch die Zusammenarbeit mit einem Unternehmensberater einen neuen Blickwinkel aufs Unternehmen erhalten. Auch wenn nicht jede Idee "The Next Big Thing" ist, sollte man sich immer wieder dazu animieren, über den Tellerrand zu schauen.

Foto:(c)qimono/pixabay.com

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