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Auswirkungen der Pandemie auf die Beraterbranche



Dietmar Fink ist Wirtschaftsprofessor - er lehrt an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg - und zhlt zu den profiliertesten Consultingkennern in Deutschland. Gemeinsam mit Bianka Knoblauch analysiert er in regelmigen Abstnden den Beratermarkt. Sie sind Geschftsfhrer der Wissenschaftlichen Gesellschaft fr Management und Beratung (WGMB), die die Studie publiziert.

Unternehmensberater Corona Entwicklung | Foto: (c) bertholdbrodersen/pixabay.com


Das Manager Magazin hat auf Basis eines Telefoninterviews die entscheidenden Erkenntnisse der Studie verffentlicht. Den Schwerpunkt legen Fink und Knoblauch auf die Einflsse des Corona-Jahres 2020 auf die Beraterbranche. So hat sich die Pandemie auf den Beratermarkt ausgewirkt:
Beraterbranche musste Umsatzeinbuen hinnehmen: Insgesamt lsst sich feststellen, dass vor allem kleinere Unternehmen bisher unter der Pandemie leiden mussten. Sind deren Umstze um acht Prozent zurckgegangen, erging es den greren Unternehmen deutlich besser. Die Branchenexpeten gehen sogar davon aus, dass McKinsey, Boston Consulting Group oder Bain mit einem Umsatzplus von vier Prozent 2020 abgeschlossen haben. Im Durchschnitt liegt der Umsatzrckgang aber bei vier Prozent und damit sogar um 0,2%-Punkte hher als in der Finanzkrise 2009.

Nicht nur hinsichtlich der Gre der Unternehmensberatungen, sondern auch mit Blick auf deren Schwerpunktbranchen gibt es Unterschiede. Traditionell sind die Umstze von Beratern der Industrie sicher. Nicht so in Pandemie-Zeiten: Autohersteller- und Zulieferer, wie auch der Maschinen- und Anlagenbau haben ihre Budgets um sieben Prozent reduziert. Das Gleiche gilt fr den Finanzsektor. Im Unterschied dazu waren die Rckgnge bei ffentlichen Auftraggebern deutlich geringer und im Handel wie auch Gesundheitswesen konnten im Vergleich zum Vorjahr sogar Zuwchse verzeichnet werden.
Vernderte Beratungsanliegen erfordern anderen Berater-Typus: Bereits jetzt ist absehbar, dass viele Unternehmen um ihr berleben kmpfen (werden). Selbst diejenigen, die bis dato relativ unbeschadet durch die Krise gekommen sind, knnten aufgrund deren Nachwirkungen ins Straucheln geraten.

Dementsprechend gehen die Consulting-Kenner davon aus, dass Restrukturierungen eine entscheidende Rolle spielen werden. Die Erfahrungen, die fr so einen sensiblen Zweig erforderlich sind, kann man von Bachelorabsolventen nicht erwarten. Hierfr braucht es Menschen, die selbst bereits mehrjhrige Fhrungserfahrungen vorweisen knnen und die ganz genau wissen, wie sich ein in Schieflage geratenes Unternehmen wieder auf Kurs bringen lsst. Whrend es zu Zeiten des Fachkrftemngels in der Regel schwierig ist, derartig qualifiziertes Personal zu finden, spielt die Krise den Unternehmensberatungen in die Hnde, da aktuell mehr Fhrungskrfte mit wirtschaftlichem Hintergrund verfgbar sind.

Nicht so digital wie gedacht: Neben Sanierungsprojekten wird die Digitalisierung noch wichtiger bei der Beratung werden. Glaubten viele Unternehmen vor der Pandemie hinsichtlich der Digitalisierung auf einem guten Weg zu sein, zeigte ihnen Covid-19, wo sie tatschlich stehen. Deshalb rangiert das Thema bei den Budgetprioritten sehr weit oben. Gemeinsam mit Beratern geht es ihnen darum, den Betrieb digital zu organisieren und digitale Geschftsmodelle aufzusetzen.

Nchterne Analytiker statt Trendsetter: Erwarteten viele Auftraggeber in der Vergangenheit von ihren Beratern, schon heute die Trends von morgen zu kennen und zu wissen, wie man sich als Unternehmen bestmglich darauf vorbereitet, hat die Krise zum Umdenken gefhrt. Vor allem eine nchtern-analytische Arbeitsweise kommt bei den Auftraggebern gut an. Neben analytischem Know-how und Fachwissen ist eine hohe Umsetzungskompetenz erforderlich. Die Kunden wollen mit ihren Beratern gemeinsam den Weg aus der Krise gehen. Da sind gedankliche Luftschlsser eher hinderlich.

Fink und Knoblauch erwarten, auch wenn die Pandemie sich noch lnger hinzieht, keinen weiteren Einbruch des Beratermarktes. Aktuell ist der Bedarf an Beratern gro. Wenn Unternehmen finanziell noch in der Lage sind, sich die Untersttzung von Fachberatern ins Haus zu holen, werden sie das auch tun. Sie gehen sogar von einem zweistelligen Umsatzplus nach dem Ende der Pandemie aus.

Digitale Beratung in der Pandemie: Davon ausgehend sollten gerade kleine Unternehmensberatungen die Zhne zusammenbeien und durchhalten ? auch wenn sie selbst gerade unter den Auswirkungen der Pandemie leiden. Viele Unternehmensberater konnten und knnen sich aktuell dadurch ber Wasser halten, dass sie ihre eigenen Ablufe digitalisiert haben. Das kommt selbstverstndlich auch den Auftraggebern entgegen, die durch die mangelnde physische Anwesenheit des Beraters, Budget einsparen konnten.

Selbstverstndlich ist dies kein Wundermittel und lsst sich nicht fr jedes Beratungsanliegen ? wie zum Beispiel die Erarbeitung eines Sanierungskonzeptes ? einfach so umsetzen. Aber wie fr viele andere Branchen auch, ist es eine geeignete Manahme, um die Pandemie wirtschaftlich zu berstehen. Die Consultingkenner gehen nicht davon aus, dass die digitale Zusammenarbeit in der Beraterbranche nachhaltig die persnliche Kooperation ablsen wird. Schlielich wrden Berater die wirklich wichtigen Dinge nicht in den offiziellen Workshops erfahren, sondern in der Kaffeepause. Und gerade in der auf Effizienz ausgerichteten virtuellen Kommunikation kommt der gemeinsame Austausch zwischendurch viel zu kurz.
Zusammen Herausforderungen meistern:

Auf der Online-Plattform UnternehmensberaterScout suchen Auftraggeber nach Beratern. Im Rahmen eines aussagekrftigen Profils kann man sich und seine Leistungen dort prsentieren und mit wenig Aufwand neue Kunden auf sich aufmerksam machen. Je nach Partnerschaft stehen einem darber hinaus umfassende Netzwerkfunktionen zur Verfgung. So lassen sich zum Beispiel erfahrene Kooperationspartner finden, wenn die Nachfrage wieder zunimmt oder man kann sich mit Kollegen ber aktuelle Erfahrungen austauschen. In der Gemeinschaft lassen sich nicht nur Krisen, sondern im Prinzip alle Herausforderungen besser meistern als allein.

Foto: (c) bertholdbrodersen/pixabay.com
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